Geopolitik einer kolonisierten Sprache

Deutsch von Dr. Salvatore Ivan Italiano;
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Das amerikanische Englisch und seine Diktatur in den europäischen Sprachen des Rechts, der geisteswissenschaftlichen Gesellschaften und Wirtschaften; 

Wiedergebend was der portugiesische Schriftsteller Vergilio Ferreira über die Sprache sagte, ich wage es auszusprechen: Eine Sprache ist vor allem ein Ort. Dieser bestimmte Raum ist beides ein gemeinsames Heim und ein Grenzgebiet (keine Grenze) zum Erleben. Es kann auch als Jedermanns Ghetto wahrgenommen werden, um sich vor Anderen abzuschirmen oder ist nur ein Platz, um allgemeinen Annehmlichkeiten nachzugehen.

Im Nachdenken über die Laute und Wörter unserer eigenen Sprache, realisiert man sofort, dass darin – in der Sprache – unsere gemeinsame Identität lebt. Die Sprache und nichts anderes ist die Grundlage, in der die Wurzeln unserer sozialen Identität entstehen, definierend, wer wir als Gesellschaft und Mensch sind. Gleichzeitig ist es unsere eigene Sprache, die uns und alles um uns herum Grenzen setzt.

Die Sprache (jede Sprache) ist eine entscheidende Frage des Zeitalters: physisch, historisch, relational. Sie ist nicht nur der Träger einer spezifischen Weltvision, aber gleichzeitig auch das Objekt globaler Sicht. Deshalb ist sie, wie für jeden anderen Raum (Gebiet) in der Welt, ein wünschenswerter und ein wertbarer Streitpunkt für politische und wirtschaftliche Eroberung. Nicht zufällig sind Sprachen perfekt den geopolitischen Gegebenheiten angepasst, die fundamental, die Rivalität der Macht über Gegenden, in den die Menschen leben, betreffen (Yves Lacoste 1993, p.266).

Leicht kann man aufrechterhalten, dass die Geopolitik der Sprachen, die andere Seite der traditionellen Geopolitik repräsentiert: es ist eine Art Parallelwelt, die andere Möglichkeiten (Sprachen) für die Darstellung territorialer Rivalität beschreibt. Sprachen sind faktisch ein weiterer Grund – wahrscheinlich der bedeutendste – woran Machtbeziehungen zwischen Staaten (kultureller Verschiedenheiten) gemessen und bewertet werden können. Das Spiel der Vormachtstellung in Politik, Wirtschaft und Kultur ist auch entstanden und nicht nur durch die Ausübung unserer eigenen Sprache.

Aus einem anderem Blickwinkel heraus gesehen, möchte ich weiterhin betonen, dass jede gegebene Sprache, dieser innere Raum (Heim) der eigenen spezifischen Menschen und deren Kultur, die besonderen Bevölkerungskulturwerte projektiert und von der Welt, rundherum, gebildet wird.

Tatsächlich wird heutzutage die Macht eines Staates auch an der Stärke seiner Kultur und Sprache gemessen. Und sogar, wenn die linguistische Weltmachtpolitik, theoretisiert durch den spanischen Grammatiker Antonio de Nebrijs (la lengua es companera del imperio), nicht weiter kämpferisch unterstützt wird, bedeutet das nicht, das der sprachfressende Wille zur Macht nicht weniger entschlossen und/oder wirksam ist.

Heute, gibt es viel mehr Subtilität, wie durch Raffaele Simone dargestellt: Damit eine Sprache bedeutend wird, um sich gegen die anderen zu behaupten, ist es nicht erforderlich, dass eine Staatengruppe (völlig und real) sie offiziell als ihre eigene Sprache übernimmt. Es ist ausreichend, dass sie in diesen Ländergruppen als einflussreich, kraftvoll und wünschenswert anerkannt ist, stillschweigend eben und bedeutet den schwierigen Mechanismus der Massenkultur (R. Simone, „Geopolitica delle lingue tra Cesarotti e Leopardi; in Italiano: lingua di cultura, a cura di H. StammerJohann, Tübingen 1997, Günter Narr Verlag, p. 37).

Jede Sprache (z.B. die amerikanisch englische Sprache) ist nie unschuldig: Sie unterstreicht immer eine Form der kollidierenden Lebensweisen. Sie impliziert den Willen der Dominanz (zumindest das Ziel dahin), das deutet eine nachfolgende Abhängigkeit ohne Rücksicht unserer Bereitschaft sie zu akzeptieren.

Das Ziel meiner Forschung ist die semantischen und morphologischen Strategien zu entschleiern, die durch die amerikanisch englische Sprache als Werkzeug der politischen Dominanz und neuen Form der kulturellen Weltmachtpolitik verwendet werden. Der neue Blickwinkel in meiner Vorstellung dieser Forschung, ist die weitere Analyse der Amerikanisierung durch eine Nichtverpflanzung in unsere europäischen Sprachen (insbesondere der französischen, deutschen und italienischen Sprache) als eine neue Kulturform, deshalb politischer Kolonialismus.

Dr. Salvatore Ivan Italiano
Dr. Salvatore Ivan Italiano

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